Zusammenfassung des Vortrags von Herrn Hans-Joachim Nägele
Arbeitskreis Biogas 16.11.2010, 20.00 Uhr LWA BC
Nach der Begrüßung begann die Vorlesung mit einem Überblick über die Biogaserzeuger im Landkreis Biberach.
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Anlagenanzahl 2010: 71 Anlagen (inklusive geplanter Anlagen)
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Zunahme der installierten Leistung: seit 2008 überwiegt die Aufstockung über Neubau von Anlagen.
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Durchschnittliche Leistung: 350 KW je Anlage
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Flächenbedarf für Biogas je Gemeinde: 71 Anlagen verteilen sich auf 34 Gemeinden.
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Entwicklung der Silomaisanbaufläche von 1994-2001: ca. 8000 ha
2010: 14000 ha 27 % der Ackerfläche im Landkreis Biberach.
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Entwicklung der Rindviehhaltung im LK Biberach: Rindviehbestand und Milchkuhbestand nehmen ab.
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Grundfutterbedarf in ha für Rinder: Der Grundfutterbedarf ist rückgängig von ca. 38000 ha auf 23000 ha innerhalb von 30 Jahren.
Herr Hans Joachim Nägele, Uni Hohenheim :
„Von der Forschung in die Praxis - Erste Ergebnisse aus der Versuchsbiogasanlage Unterer Lindenhof“
Die Biogasanlage Unterer Lindenhof wurde vorgestellt, sie wurde im Juni 2008 eingeweiht. Dann wurden die Bauteile, die beim Bau der Biogasanlage verwendet wurden, erklärt und der komplexe Aufbau wurde mittels einer Grafik aufgezeigt.
Danach stellte uns Hans Joachim Nägele die drei Verfahren zur Messung der Energie bzw. des Energieverbrauchs vor:
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Stromzähler
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Einphasige Strommessung
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Frequenzrichter
Anschließend wurden die Funktionen der Visualisierung einer Biogasanlage erklärt und es wurden verschiedene Referenzmessgeräte vorgestellt. Dann wurde der Stromverbrauch der Feststoffdosierer aufgezeigt und die Verifikation der Einzelmessstellen (Fehlertest).
Die Messung zur Hilfsenergieaufnahme sahen wie folgt aus:
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Erzeugung: 4072 KWh am Tag
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Verbrauch: 343 KWh am Tag Verbrauch von 8,41 %
Auch wurde erklärt, dass der Stromverbrauch je nach Feststoffdosierer variiert und dass der Verbrauch durch das Rühren (alle 30 min und alle 2 Stunden beim Füttern) im Normalbetrieb 173 KWh beträgt, und wenn nur bei den Fütterungen gerührt wird 66 KWh.
Außerdem wurden noch Gründe für das Rühren genannt:
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Wärmeverteilung
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Gasaushebung
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Nährstoff- und Bakterienverteilung
Und durch die Verringerung des Rührens wäre eine Energieeinsparung von ca. 62% möglich.
Als Information fügte Herr Nägele noch hinzu, dass 52 % aller Anlagen zwischen 1-6% Eigenstromverbrauch lagen und die LFL Freising festgestellt hat, dass der durchschnittliche Eigenstromverbrauch bei 9,2 % (in 10 gemessenen Anlagen) liegt.
Anschließend wurde noch eine Diskussion mit Herrn Nägele geführt, bei der alle Anwesenden Fragen stellen konnten.
(Text: Lisa Bertsch)
