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"Sechs Personen suchen einen Autor" - TAG-Traum- Inszenierung 2009/10

Im Schuljahr 2009/10 führt die Theater-AG TAG-Traum des CLG Laupheim Luigi Pirandellos Stück "Sechs Personen suchen einen Autor" auf. Die drei Aufführungstermine sind der 25., 26. und 27. Februar 2010, gespielt wird jeweils um 19:30 Uhr in der Aula des Gymnasiums.

 

Hier geht's zum Vorbericht der Schwäbischen Zeitung vom 22.2.2010.

Aufführungsbericht in der Schwäbischen Zeitung vom 27.2.2010.

Das Plakat

Das Plakat zur Inszenierung von Pirandellos Stück
Das Plakat zur Inszenierung von Pirandellos Stück

Infos

 

Luigi Pirandello (1867 - 1936)

"Ach, Sie glauben, Konstruktion hätte nur mit Gebäuden zu tun? Ich konstruiere mich andauernd, und ich konstruiere Sie, und Sie tun dasselbe. Und die Konstruktion hält so lange, bis das Material unserer Gefühle zerbröckelt und der Zement unseres Willens zerfällt. [...] Es genügt, dass der Wille ein wenig schwankt und sich die Gefühle in einem Punkt wandeln, ja auch nur geringfügig verändern, und dahin ist unsere Wirklichkeit!"       (Einer, keiner, hunderttausend, 1925)


Eine der wenigen Konstanten in Pirandellos Werk besteht darin, die Idee einer einheitlichen, "wahren", zu allen Zeiten gleichen Persönlichkeit radikal in Frage zu stellen, gerade auch, was das eigene Ich betrifft.
Die daraus resultierenden Probleme der Welterfassung, aber auch der Kommunikation, gestaltet sein Werk in nicht philosophisch-theoretischen, sondern höchst konkreten, oft vom Leid der Personen geprägten Geschichten: die Konstanten der Unruhe, der Skepsis, der stets ironisch-selbstironischen Infragestellung aller Sicherheiten der Menschen, auch der eigenen, letzten, scheinbaren Rückzugsgebiete bis hin zur Kunst selbst, sind Dominanten dieser Novellen, Romane und Theaterstücke, die zwischen 1890 und 1936 entstanden sind.
Pirandellos Theater ist kein unbeschwertes Spiel: es verlangt vom Betrachter, sich darauf einzulassen und alle scheinbaren Gegebenheiten sowie festen Überzeugungen auch gegenüber dem eigenen Denken zu hinterfragen.
Alles ist erlaubt, wenn man bereit ist, rückhaltlos ehrlich zu sich selbst zu sein, nur eines nicht: seine Wahrheit den anderen aufzuzwingen. Diese verblüffend einfache und doch so schwer einzuhaltende Minimalregel macht aus Pirandello nicht nur einen der wichtigsten Autoren des zu Ende gegangenen Jahrhunderts, sondern vielleicht auch einen, der dem nächsten noch immer ein bisschen seinen Stempel aufprägen sollte.

(nach:  http://www.pirandello-zentrum.uni-muenchen.de/03.html )


Synopsis

Das Stück handelt von lebendigen Theaterfiguren, die eines Tages in eine Theaterprobe platzen, um den Direktor zu überreden, ihr Stück, welches aus ihrer tragischen Lebensgeschichte besteht, aufzuführen beziehungsweise zu Ende zu spielen.
Der Direktor scheint zunächst nicht sonderlich interessiert zu sein, doch mit jedem Satz, den diese Theaterfiguren erzählen, wirkt ihre Lebensgeschichte echter, zumal sie sich auch nicht scheuen, ihre „Schmutzwäsche" in aller Öffentlichkeit zu waschen.
Als der Direktor einwilligt, das Projekt zu realisieren, stößt er jedoch auf massive Probleme. Die sechs Personen können sich untereinander nicht einigen, wessen Blickwinkel für die Geschichte wohl der beste sei, um sie auf die Bühne zu bringen, noch möchten sie sich von Schauspielern verkörpert sehen, weil diese ja nur eine eigene Interpretation der lebendigen Theaterfiguren darstellen können, aber niemals so real sein werden wie die sechs Personen selbst.

(nach:  http://odysseetheater.org/sechspersonen/sechspersonen.htm#Inhalt )

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