Gemälde von Marlis Glaser

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Am Donnerstag, 10. November, fand als feierlicher Auftakt zum Carl-Laemmle-Schuljahr im Viertelkreis die Bilderübergabe von zwei Gemälden der Künstlerin Marlis Glaser statt.

Die Gemälde gehören zu einem Bilderzyklus, der sich mit jüdischen Emigranten und deren Nachkommen in Israel beschäftigt. 150 Schüler, Lehrer und Eltern waren bei dem bunten Rahmenprogramm mit einem Gedichtvortrag, Tanz und hebräischen Liedern sowie Ansprachen von Oberbürgermeister Kapellen, unserer Schulleiterin Petra Braun und dem Sponsor Veit Feger dabei.
Im Atrium war eine Ausstellung zu den Themenbereichen der Bilder zu sehen, z.B. jüdische Festtage wie Tu Bischwat und Sukkot, der Baum in Literatur und Film oder die Bedeutung von Namen. Eine Stellwand widmete sich den Biographien und Zitaten zur Emigration von unserem Namensgeber, Carl Laemmle; Gretel Bergmann, unserer Schulpatin für „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“; und dem Vater von Ruben Sohari, Kurt Sternschein.

Marlis Glaser erklärte die Idee hinter ihren Bildern und die verschiedenen Elemente. Besonders berührt waren alle von den Worten von Ruben Sohari, der mit seiner Frau Channa extra aus Israel angereist war. Er erzählte, wie sein Großvater im Ersten Weltkrieg Soldat für Deutschland war, unter Hitler ins KZ Dachau verschleppt wurde und mit viel Glück freikommen konnte; auch dank der Hilfe einiger früheren Kameraden. „Ihr entscheidet, ob ihr mit der Menge geht oder selbst tut, was richtig ist – jeder entscheidet für sich, was für ein Mensch er sein möchte“, so Ruben Soharis Botschaft an seine Zuhörer.

Passend zum Titel eines der Bilder „Und Ruben pflanzte einen Baum“ wurde im Anschluss von Ruben Sohari, Frau Braun und Schülern noch ein Amberbaum im Pausenhof gepflanzt.