Erbsen und selbstfahrende Gabelhubwagen

Gesellschaftswissenschaften

Die Überschrift führt scheinbar in die Irre. Wer Seeberger hört denkt schließlich an Nüsse, Nüsse, nochmals Nüsse, getrocknete Früchte und Kaffee. Die gab es natürlich bei der Betriebsbesichtigung der Klasse 9a am Firmensitz von Seeberger im Ulmer Donautal auch zu sehen. Beeindruckend in welcher Geschwindigkeit Mitarbeiter und moderne Verpackungsmaschinen Studentenfutter und getrocknete Früchte in die bekannten Seebergerpäckchen füllen. Lecker nach Kaffee und gerösteten Erdnüssen roch es dann in der Abteilung nebenan, in der riesige Röstmaschinen zu sehen waren. Frau Heil von der Firma Seeberger erklärte der Klasse, dass Erdnüsse nur geröstet zu genießen sind, da sie nämlich sonst nach eher schlechten Erbsen schmecken würden. Das englische Wort peanuts verrät es, die Erdnuss ist ein Erbsengewächs. Auf dem Weg über die Brücke in das vor wenigen Jahren neu errichtete Lager begleiteten uns fast lautlos automatisch beladene und selbst fahrende Hubwagen, die Waren vom Lager in die Verpackungsabteilung brachten. Ein weiterer Blick in die Arbeitswelt der Zukunft erwartete die Schüler auch in der mehrgeschossigen Lagerhalle. Fast die gesamt Lagerlogistik ist automatisiert, außer zu Reparaturarbeiten ist hier kein menschlicher Beschäftigter mehr vonnöten. Im nebenan befindlichen Labor konnten wir zwei Mitarbeiterinnen, die ähnlich aussahen wie wir selbst – wegen strenger Hygienevorschriften trugen wir alle weiße Einwegmäntel und blaue Haarnetze – dabei zusehen, wie sie Proben von angelieferten Waren untersuchten. Aufgrund der hohen Qualitätsstandards, für die Seeberger garantiere, eine wichtige Abteilung in der Firma, so Frau Heil. Eine Etage tiefer befanden sich beispielsweise säckeweise angelieferte Kaffeebohnen aus Afrika, die erst nach dem Okay des Labors weiterverarbeitet werden dürfen.

Wieder in zivil endete die Betriebsbesichtigung im Seeberger-Cafe bei einem Heiß- bzw. Kaltgetränk. Herr Eckartsberg, der Leiter des Deutschlandvertriebs von Seeberger, war so freundlich, uns noch viele Fragen zu aktuellen und zukünftigen Produkten der Firma Seeberger zu beantworten. Für die Schüler war es ein spannender, informativer und vor allem auch leckerer Einblick in die Unternehmens- und Arbeitswelt in unserer Region.

Klasse 9a bei der Firma Seeberger in Ulm