Politisches Erdbeben am Nikolaustag

Gesellschaftswissenschaften
Gratulation zur Wahl Landtag
Gratulation zur Wahl

Phillip Ruf geht als Sieger aus Kampfabstimmung im Stuttgarter Landtag hervor.

Während tausende Landesbürger am Nikolaustag arglos über den idyllischen Weihnachtsmarkt Stuttgarts schlenderten, spielte sich nur wenige Meter entfernt im Landtag ein politisches Drama ab. Fünf Laupheimer Schülerinnen und Schüler stellten sich für das neu zu vergebende Amt als Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg zur Verfügung. Das Landtagspräsidium um Viktoria Gleißner, Valery Pister und Frederic Schenkel hatte in der mitunter hitzigen Abstimmungsatmosphäre alle Hände voll zu tun. Schlussendlich mussten sich die CLG-Volksvertreter für eine genaue Auszählung sogar von ihren Sitzen erheben. Es stellte sich schließlich heraus,dass oberschwäbische Fraktionschef Florian Romer seine Truppe am besten im Griff hatte. Mit einem hauchdünnen Vorsprung wurde schließlich sein Parteifreund Phillip Ruf als erster Mietinger inder Geschichte des Landes zum Ministerpräsidenten gewählt. Souverän nahm er die Glückwünsche seiner Parteifreunde entgegen.

Landtagspräsidium
Landtagspräsidium

Nach der aufregenden Wahl hatten die Schülerinnen und Schüler des CLG Gelegenheit, ihre Fragen an die Stuttgarter Politik loszuwerden. Leider war der Biberacher Wahlkreisabgeordnete an diesem Tag erkrankt und die Abgeordnete Petra Krebs hatte nur wenig Zeit. Dies hatte einen guten Grund, denn zeitgleich zum CLG-Besuch im Landtag wurde dort der Nachtragshaushalt des Landes beraten. So erhielten die Neuntklässler immerhin indirekt einen Einblick in die wichtige Arbeit der Abgeordneten. Zudem konnten die Referentin des Abgeordneten Thomas Dörflinger und die Mitarbeiterin vom Besucherdienst des Landtages ebenfalls viele Wortmeldungen der Schüler beantworten. Die im Landtag bemessene Zeit reichte kaum aus,die Fragelust unserer interessierten Neuntklässler zu befriedigen.Leider blieb auch keine Zeit mehr zu testen, ob die Kunde vom neuen Mietinger Ministerpräsidenten schon bis zu den Besuchern des Weihnachtsmarktes der Landeshauptstadt vorgedrungen war.