64,6 Prozent unseres Umsatzes stammen aus dem Export innerhalb der EU

Gesellschaftswissenschaften

Der Geschäftsführer der Firma Burgmaier Technologies sprich am CLG über die Vorteile der Europäischen Union.

Karl-Hugo Schick

Karl-Hugo Schick, Geschäftsführer der Burgmaier Technologies GmbH, fand im Wirtschaftskurs der KS2 schnell Zugang zu seinem Publikum. Seine eigene Tochter habe auch gerade die schriftlichen Abiturprüfungen hinter sich. Er zeigte sich bei seinem Besuch am CLG sehr angetan vom Interesse und den Vorkenntnissen der Schüler zum Thema EU. „Europa – Gut für die Wirtschaft. Gut für die Menschen“ hatte er seinen Vortrag für die Schüler überschrieben. Nachdem er auf die Gründungsmotive – Frieden durch wirtschaftliche Annäherung – und die Entwicklung der Europäischen Union eingegangen war, entwickelten sich schnell Gespräche mit den Schülern über die Vorteile des grenzenlosen Reisens, Arbeitens und einer gemeinsamen Währung. Wichtig war Herr Schick, ungerechtfertigte und oberflächliche Kritik an der EU zu entkräften. Die im Umlauf befindliche Formel vom „Zahlmeister Europas“ konterte er beispielsweise mit dem Hinweis darauf, wie sehr gerade die Exportnation Deutschland und auch sein eigenes Unternehmen vom gemeinsamen Markt profitiere. Zudem wies er im Zusammenhang mit den „vier Freiheiten“ darauf hin, welche Vorteile gerade junge Menschen in der EU von der Freizügigkeit, beispielsweise von der Anerkennung von Studienleistungen oder Ausbildungen im Ausland hätten. Die 821 Mitarbeiter der Burgmaier Technologies, mit Werken in Allmendingen, Laupheim aber auch in Frankreich und der Slowakei, stammten aus 10 verschiedenen EU-Nationen. Besorgt zeigte sich der Unternehmer über den bevorstehenden Brexit. Ein beträchtlicher Anteil des Exports der Firma, die vor allem Präzisionsteile für die Automobilindustrie fertigt, geht nach Großbritannien. „Müssten wir darauf Zölle entrichten, würde uns das schwer treffen“ befürchtet Karl-Hugo Schick. Herr Dr. Frank von der IHK Ulm, der Herr Schick begleitete, pflichtete dem bei und warnte vor wirtschaftlichem Protektionismus. Umso erfreuter zeigten sich beide davon, dass auf die Frage nach der Teilnahme an der Europawahl, alle Arme im Klassenraum nach oben gingen.