„Muss man das falten?“
Wahlen erleben – Demokratie lernen

Gesellschaftswissenschaften

Etwas aufregend finden es viele Erstwählerinnen und Erstwähler am CLG schon: Das erste Mal mit einem Originalwahlschein, auf dem 40 Parteien gelistet sind, in einer Wahlkabine. „Muss ich den falten?“, hört man immer wieder eine etwas unsichere Stimme hinter den Kabinen aus Pappkarton, die im SMV-Raum aufgestellt sind. Am besten zweimal ist die gängige Antwort, denn sonst würde er gar nicht in die extra verplombte Wahlurne passen, in der die Stimmzettel der Schüler anschließend verschwinden.

Diese so genannte Juniorwahl, bei der auch Schüler abstimmen dürfen, die an der Europawahl aufgrund ihres Alters noch nicht teilnehmen können, ist ein handlungsorientiertes Konzept zur politischen Bildung an Schulen. Sie soll das Erleben und Erlernen von Demokratie ermöglichen. Im Rahmen von Landtags-, Bundestags- und Europawahlen können realitätsgetreue Wahlsimulationen an den Schulen organisiert und durchgeführt werden. Bis Freitag wählen im Rahmen des Gemeinschaftskundeunterrichts alle Zehnt- und Zwölftklässler des CLG. Nachdem am Freitag die Stimmen von Wahlhelfern ausgezählt wurden, werden diese an die bundesweiten Organisatoren der Juniorwahl übermittelt. Das bundesweite Wahlergebnis wird dann am Sonntag um 18 Uhr auf der Internetseite der Juniorwahl veröffentlicht. Die Nachbereitung erfolgt dann wieder im Gk-Unterricht: Dort kann das Bundes- und das Schulergebnis dann ausgewertet, diskutiert und mit dem Ergebnis der realen Wahl verglichen werden.