Israel und Palästina: Schüler zu Besuch bei den 20. „Laupheimer Gesprächen“

Gesellschaftswissenschaften, Veranstaltung

Gleich dreimal wurden die Schülerinnen und Schüler der Kursstufe 1 bei den „Laupheimer Gesprächen“ freundlich begrüßt. Oberbürgermeister Gerold Rechle, Martin Bücher von der Kreissparkasse Biberach und Professorin Paula Lutum-Lenger vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg freuten sich über das Kommen der Schüler. Sie würdigten in ihren einführenden Worten gleichermaßen die Teilnahme und das Interesse der „jungen Leute“ aus der Kursstufe 1.

Die „Laupheimer Gespräche“ sind ein Treffen internationaler Wissenschaftler zu jüdisch-christlichen Themen. Die alljährliche Tagung mit Vorträgen renommierter Wissenschaftler und Fachleute fand im Kulturhaus statt und wurde vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg und von der Stadt Laupheim organisiert. Das Thema der bereits zum zwanzigsten Mal stattfindenden „Laupheimer Gespräche“ lautete „Israel und Palästina: Geschichte und aktuelle Situation“. Im ersten Vortrag referierte Professor Natan Sznaider aus Tel Aviv über die Geschichte des Zionismus und stellte dar, wie in Israel Staat, Nation und Religion aufs Engste miteinander verbunden sind. Im Anschluss daran erklärte Dr. Peter Lintl von der Stiftung Wissenschaft und Politik die Widersprüchlichkeiten der europäischen und britischen Nahostpolitik nach dem Ersten Weltkrieg und inwiefern diese zum Konflikt zweier Nationalbewegungen beigetragen hat. Anschließend beleuchtete Dr. Matthias Küntzel die Geschehnisse in Palästina in den Jahren 1947 und 1948. Er zeigte auf, warum es 1948 nicht zur Gründung eines palästinensischen Staates kam. Was waren die Gründe dafür, dass es einer Mehrheit der Araber 1948 wichtiger schien, Krieg gegen den jüdischen Teilstaat zu führen anstatt einen eigenen Staat in Palästina zu gründen.

Für die Schüler endete mit der anschließenden Diskussion über diese Vorträge ein interessanter Nachmittag im Kulturhaus. Auch wenn es mitunter nicht einfach war, den fachwissenschaftlichen Referaten zu folgen, nahmen die CLGler doch viele interessante Impulse mit. Die Laupheimer Gespräche boten eine tolle Gelegenheit, internationale Experten zu hören und historische und politische Diskussionen auf akademischem Niveau zu erleben.