Ende der EEG-Vergütung für Photovoltaikanlagen – was ist jetzt zu tun?

Gesellschaftswissenschaften

Dieses Jahr endet die EEG-Vergütung für die ersten Photovoltaikanlagen, nachdem die PV-Anlagenbetreiber 20 Jahre lang eine feste Vergütung für die Einspeisung des Solarstroms ins öffentliche Versorgungsnetz erhalten hatten. Was ist nun zu tun?

Da es seitens Gesetzgeber aktuell keine finanzielle Absicherung gibt, werden viele Alternativen wie z.B. die Umrüstung zur Eigenstromnutzung diskutiert. Die 1986 aus einer Bürgerinitiative entstandenen Elektrizitätswerke Schönau eG (EWS) arbeiten hierfür an einer weiteren Alternative für eine nachhaltige Energiezukunft – der Herstellung und Unterstützung von Erzeuger- und Verbrauchergemeinschaften, sowie die Weiterentwicklung einer Plattform für diese Akteure, sodass direkter Stromhandel ermöglicht werden kann. Vorstandsmitglied und Sohn des Gründerehepaars Sebastian Sladek gab am 30. Januar 2020 in Rottenacker Einblick in die Praktik von Versorgungsunternehmen, die Anforderungen beim Stromhandel und die Nutzungs- und Vermarktungsmöglichkeiten für Solarstromanlagen nach Auslaufen der EEG-Vergütung – und die Nachhaltigskeits-AG des Carl-Laemmle-Gymnasiums war selbstverständlich dabei!

In einem sehr gut gefüllten Firmengebäude begann Sebastian Sladek seinen Vortrag, leider ohne funktionierendes Mikrofon. Nach allgemeinen Informationen über die EWS stellte er die Frage „Quo vadis PV – wohin gehst du PV?“. Es wurden die oben beschriebenen Lösungsmöglichkeiten diskutiert, wobei sich Sladek beim endgültigen Ziel, einer optimalen dezentralen Stromgemeinschaft, eher skeptisch zeigte. Finale Lösungsmöglichkeiten versprach Sladek zur Mitte des Jahres anbieten zu können; Ende Juni sei das angestrebte Ziel. Es werden politische Lösungen gebraucht werden! Was passiere bei Stromknappheit? Zu diesen Themen wurde nach dem Vortrag im Publikum ebenfalls noch eifrig gefragt und diskutiert – hier übrigens dann mit funktionierendem Mikrofon.

Als Fazit konnte Sladeks Einschätzung wie folgt verstanden werden: Es bringt nichts auf andere zu warten, man muss selbst etwas zu tun! So wurden wir, die Nachhaltigkeits-AG, in ein uns eher unbekanntes Thema eingeführt und bekamen hierfür sehr interessante Einblicke und Probleme aufgezeigt. Es bleibt mit Spannung abzuwarten, was die Zukunft in dieser Sache bringt.