Gretel Bergmann

Gretel Bergmann
Unsere Schulpatin Gretel Bergmann (Quelle: Haus der Geschichte Baden-Württembergs)

Gretel Bergmann (Margaret Lambert), die im April 2014 ihren 100.Geburtstag feierte, hat als Jüdin Rassismus und Verfolgung unter Hitler erlebt.

So wurde ihr, der in Laupheim aufgewachsenen Weltklassehochspringerin, die Teilnahme an den Olympischen Spielen 1936 nicht erlaubt und sie verlor die Chance auf eine ihr eigentlich sichere Medaille. Ihr Land musste sie verlassen; zum Glück konnte sie – anders als so viele jüdische Deutsche – rechtzeitig fliehen. Nie wieder wollte sie Deutsch sprechen oder nach Deutschland zurückkehren, doch mehr als 60 Jahre nach ihrer Auswanderung besuchte sie ihre alte Heimat, nach einem langen Prozess der Annäherung. Wir sind sehr stolz darauf, dass sie bereit war, für das CLG unsere Schulpatin für das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu werden.

In ihrer Grußbotschaft an unsere CLGler schrieb sie 2010:

„Wenn ich nicht so alt wäre, würde ich in ein Flugzeug steigen, um euch persönlich zu sagen, wie stolz ich bin und wie sehr ich mich freue, ein klein wenig in ein so wunderbares Projekt eingebunden zu sein. Nicht sehr viele von uns, die vor so vielen Jahren Rassismus in seiner übelsten Form erlebt haben, leben heute noch. Gerade für uns ist euer Bestreben, aus dieser Welt eine bessere zu machen, besonders wichtig. Ich habe großes Vertrauen in euch, die jüngere Generation, und hoffentlich wird eure Begeisterung euch motivieren, immer das Richtige zu tun.“

Gretel Bergmann
Gretel Bergmann (Bild von Jürgen Littwin)

(Audioaufnahme von Jürgen Littwin)

 

Ihre Erinnerungen und ihre Lebensgeschichte schrieb sie für ihre Familie auf; zum Glück stimmte sie einer Veröffentlichung durch das Haus der Geschichte Baden-Württemberg zu.

Ihre Biographie „Ich war die große jüdische Hoffnung“ erschien im Dezember 2015 in zweiter, erweiterter Auflage.